Zachary Moore - Von Lebenslänglich zum Silicon Valley

Im Jahre 1996 beging Zachary Moore einen Mord als 15 Jähriger. Heute arbeitet er als Systeminformatiker im Silicon Valley und verdient unter anderem mehr als 100.000$ im Jahr.

Vor 22 Jahren saß Zachary Moore in einer 6x9 Meter großen Gefängniszelle. Heute sitzt er in einem sonnigen Büro in San Francisco und programmiert komplexe Programme.

Mit nur 15 Jahren wurde er zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt. Heute, mit 38 Jahren, hat er einen Vollzeit-Job als Systeminformatiker und arbeitet mit Stanford Studenten zusammen. Sein sechsstelliges Gehalt ist somit 90% höher als das eines durchschnittlichen Amerikaners.

Seine Story ist einzigartig. Dabei stellt sich jedoch die Frage, ob ein verurteilter Mörder eine zweite Chance verdient hat.

Der Mord an Zachary's Bruder

Moore lebte als Kind in einer ruhigen Nachbarschaft in Redlands, Kalifornien.

Er hatte ein ganz normales Leben als Kind in der Mittelschicht - PC-Spiele, Sport und mit Freunden treffen. Zuhause war er jedoch ein ganz anderes Kind.

Seine Eltern waren beide Alkoholiker, oft in Bars oder auf Partys. Manchmal wurde Zachary ohne Essen allein gelassen und häusliche Gewalt war kein Einzelfall. Moore begann früh, damit Drogen und Alkohol zu konsumieren.

In der Nacht auf den 8. November 1996 begeht er eine Tat, die sein Leben verändert. Moore hatte einen Streit mit seiner Familie. Kurz nach 23:00 Uhr nahm er sich ein Messer und ging zu der Couch, wo sein kleiner Bruder zu dem Zeitpunkt schlief. Er erstoch ihn.

Nach kalifornischem Recht wurde Zachary als Erwachsener verurteilt und bekam dafür lebenslänglich.

 

Einsicht im Gefängnis

Die nächsten Jahre verbrach Moore damit, die Strafe zu akzeptieren und darüber nachzudenken wer er überhaupt ist.

Er selber behauptet, dass er den Mord bereut. Seine Emotionen seien an diesem Tag übergekocht.

Am Anfang der Strafe verbrachte er lange Zeit in Einzelhaft, da er oft Probleme mit anderen Häftlingen hatte. Anfang 2005 wurde er in ein anderes Gefängnis versetzt, welches deutlich mehr Möglichkeiten für ihn bot.

2010 besuchte der Unternehmer und Investor Chris Redlitz das Gefängnis und redete mit den Häftlingen über ihre Zukunft. Redlitz dachte anfangs, er würde auf nur schlechte Menschen treffen. Schnell wurde ihm allerdings klar, dass viele von den Häftlingen unternehmerische Fähigkeiten besaßen. Jedoch hatten diese nie wirklich die Möglichkeit, diese zu verwirklichen. Danach besuchte Redlitz das Gefängnis öfter und hielt sogar Workshops für die Häftlinge. Er versuchte den Häftlingen Skills beizubringen, die nach der Entlassung einen sicheren Job versprachen. Kein Fertigkeit war dabei hilfreicher als Coding.

Moore war so begeistert vom Coding, dass er jeden Tag dazu lernte und sogar berühmte Webseiten, wie unter anderem die von Google, AirBnB oder Slack nachbaute.

 

Silicon Valley und das Gesetz

Ein neues Gesetz in 2014 machte es möglich, dass Moore frühzeitig entlassen wird. Er musste dafür die Jury von 12 zufällig ausgewählten Personen überzeugen. Moore erzählte der Jury von seinen ganzem Leben und dass er ein ganz anderer Mensch geworden sei.

Moore schaffte es die Jury zu überzeugen und wurde 2018 freigelassen. Jedoch war er sich sicher, dass kein Unternehmen der Welt einen Mörder einstellen würde. Er versuchte, ganz offen mit seiner Strafe umzugehen. Nach unzähligen Absagen hat ein einziges Unternehmen auf die Bewerbung geantwortet - Checkr.

Der Manager von Checkr antwortete auf die Frage ,warum er Moore eine Chance gegeben hat:"Die Vergangenheit sollte nicht die Zukunft beeinflussen."

Kontakt zu seinen Eltern hat Moore mittlerweile wieder, jedoch hofft er nicht auf Vergebung. Er konnte sich bis heute selbst nicht vergeben.

 

Zachary Moore Heute

Zachary Moore

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Quelle: thehustle

 

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